Unsere Presseinformation zum Saria Rauchbombentest

Durch verschiedene Presseartikel könnte der Eindruck entstehen, dass der Rauchbombentest“ bei Saria ohne Zwischenfälle verlaufen ist. Nach unseren Informationen soll es aber technische Schwierigkeiten gegeben haben. Warum ist davon in der Berichterstattung nicht die Rede? Wir hatten jedenfalls bereits durch unsere Presseinformation auf diesen Aspekt hingewiesen:

Presseinformation der Bürgerinitiative „Marler haben Nase voll“ v. 19.04.2013

SARIA verspricht uns Informationen, gibt sie aber nicht!

Die Bürgerinitiative „Marler haben Nase voll“ bedauert, dass das Unternehmen SARIA nicht die Chance ergriffen hat um mit den Bürgern in den Dialog zu treten. „Es entsteht der
Eindruck, dass SARIA die Menschen im Riegefeld, Alt-Marl, Frentrop und Polsum
ausschließt, obwohl es doch gerade um ihre Zukunft und Häuser geht“, sagt Dietmar Müller- Bonner, der im Riegefeld wohnt.

Berthold Böcker von der Frentroper Straße ergänzt: „SARIA hat uns nicht zum sogenannten „Rauchbombentest“ eingeladen. Dabei hätten wir bei der Gelegenheit konkrete Hinweise geben können, dass der Gestank nach unseren Erfahrungen nicht aus den Hallen, sondern von der Biogasanlage und / oder dem Biobeet kommt.“

Denn erst am Ostersonntag hatten mehr als 40 Teilnehmer beim Info-Spaziergang den Gestank in Höhe von Biobeet und Biogasanlage wahrgenommen. Da keine Tore geöffnet waren, war das für die mehr als 40 Zeugen ein eindeutiger Hinweis.

Über den Ablauf des „Rauchbombentest“ hat die Initiative lediglich aus der Presse erfahren. „Weil keiner von uns persönlich dabei war, können wir auch nicht bestätigen, was uns Zeugen des Versuchs versichern. Dass es zu einem technischen Defekt während es Tests gekommen sein soll.“

Peinlicherweise wurde der offenbar monatelang geprobte „Rauchbombentest“ wenige Stunden nach der Vorführung von der Realität als Scheinveranstaltung entlarvt. Noch bevor die ersten Presseberichte verkündeten, dass der Gestank „eigentlich“ nicht von SARIA kommen kann, stank es bereits – und auch am Tag danach, so dass mehrere Bürger das Umweltamt des Kreises Recklinghausen einschalteten.

Ludger Vortmann: „In meinem konkreten Fall war der SARIA-Mitarbeiter am Telefon abends um 23.30 nicht bereit sich mit mir am Werkstor zu treffen um gemeinsam eine Nase zu nehmen. Stattdessen erklärte er, es könne nicht stinken, weil die Tore zu seien. Er versprach mir auch einen Rückruf seines Vorgesetzten. Doch auch meine mehrfachen Anrufe auf den beiden Diensthandys des Werksleiters sind bis heute unbeantwortet.“

Ralf Neumann aus Polsum kann darüber nur den Kopf schütteln: „Das ist unverantwortlich. Denn schon bei der Informationsveranstaltung im Dezember hat SARIA erkennen müssen, dass die weit über 200 kurzfristig gekommen Bürger sich Sorgen um ihre Zukunft machen und man so nicht mit uns umspringen kann.“

Die Initiative weist auf ihr gutes Beispiel hin: Sie hat zwei monatliche Veranstaltungen geschaffen, die für jeden Besucher offen sind. Der offene-Info-Stammtisch findet jeden ersten Dienstag im Monat statt, der Info-Spaziergang rund um SARIA findet an jedem letzten Sonntag im Monat statt.

Die Bürgerinitiative „Marler haben Nase voll“ findet es schade, dass das Unternehmen öffentlich erklärt „Wir sind jederzeit bereit zu einem sachlichen Dialog“, aber leider diesen
Worten keine Taten folgen lässt. Es bleibt dabei: SARIA bleibt nur dicht, wenn es um wahrhaftige Informationen geht.

Die Bürgerinitiative ist der Meinung: „Arbeitsplätze werden in unserer Stadt Marl und in den umliegenden Städten dringend benötigt. Darum sollte SARIA bereits jetzt die vorhandenen Flächen im Chemiepark und dem Industriegebiet nutzen. Damit wäre eine schnelle Erweiterung möglich. Und SARIA könnte schnell wieder Arbeitsplätze von anderen Standorten nach Marl verlagern.“

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