Stadtplanungsausschuss beendet SARIA-Erweiterungspläne in der Natur

Im Stadtplanungsausschuss der Stadt Marl sind am Donnerstag (12.11.2015) die Pläne für die umstrittene Saria-Erweiterung im Landschaftsschutzgebiet Rennbach einstimmig beendet worden. Die beiden grünen Fraktionen der Wählergemeinschaft DIE GRÜNEN sowie Bündis 90/Die Grünen sowie die Bürgerliste Wir für Marl hatten Dringlichtkeitsanträge gestellt. Vorausgegangen waren Gespräche der Marler Verwaltung mit dem zuständigen Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), in deren Anschluß auch die Stadt Marl die Erweiterungspläne nur noch als „aussichtslos“ bezeichnete.

Damit hat sich unsere Bürgerinitiative MHNV nach dreijährigem Widerstand durchgesetzt und Recht bekommen.

MHNV-Luftbild_SARIA_X

Die rot markierte Fläche sollte Industriegebiet werden. Der Startschuß für das Industriegebiet zwischen Alt-Marl und Polsum findet auch dank Bürgerprotesten nicht statt.

 

Wir von MHNV haben von Anbeginn gesagt, dass das Unternehmen SARIA nicht in ein Landschaftsschutzgebiet gehört, sondern in ein bestehendes Industriegebiet, um dort Investitionen zu tätigen und die wichtigen Arbeitsplätze zu schaffen. So sehen es ja auch Ratsbeschlüsse und ein Vertrag vor, der noch Gültigkeit hat. Unsere Auffassung, dass die weitere Zerstörung der Natur durch ein neues Industriegebiet der Landesplanung widerspricht, wurde jetzt vom zuständigen Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) bestätigt.

Stadtrat muss noch entscheiden 

Die endgültige Entscheidung fällt am nächsten Donnerstag (19.11, 15 Uhr) im Rat der Stadt Marl. Das wird für uns der wichtigste Tag der letzten drei Jahre. Darum hinkommen!!!

Rathaus Marl

Im Rathaus muss jetzt noch der Stadtrat am Donnerstag, den 19.11.2015 entscheiden. Die Sitzung im Sitzungssaal findet um 15 Uhr statt.

Wenn der Rat am 19.11. ebenfalls mehrheitlich dem überfälligen Ende der Erweiterungspläne zustimmt, ist das von vielen Menschen befürchtete gigantische Industriegebiet zwischen Alt-Marl und Polsum vorerst abgewendet. Auch die Angst vor einem Wertverlust der Häuser hat in den vergangenen Jahren vielen Menschen Angst bereitet und konnte durch unseren Einsatz jetzt hoffentlich genommen werden. Der MHNV-Einsatz zeigt aber auch, dass wir wachsam sein müssen und bürgerschaftliches Engagment unserer Initaitive auch in Zukunft sinnvoll ist. Dabei sollten sich alle Bürger in Alt-Marl und Polsum angesprochen fühlen.

Ein Netzwerk für Umweltschutz und Lebensqualität

Schon jetzt bedanken wir uns auch bei unseren  Partnerinitiativen „GrünFür3“, „Naturfreunde Marl“ und „Bürgerinitiative BISS gegen eine Industrielle Speisereste-Vergärungsanlage am Standort ‚Großbettlinger Gatter‘“ sowie bei der Ortsgruppe Westliches Vest des Bund für Umwelt- und Naturschutz.

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