Runder Tisch im Kreishaus RE hat noch viele Ecken

Vertreter unserer Anwohnerinitiative MHNV haben sich am Montag, den 14.09.2015 mit Vertretern des Kreises Recklinghausen und der Firma SARIA im Kreishaus zum runden Tisch getroffen. Das rund zweieinhalb-stündige Gespräch begann in frostiger Atmosphäre. MHNV machte deutlich, dass ein solcher Einstieg nicht zielführend sei. Das Gespräch wurde anschließend zunehmend sachlicher.

Gutachter erläutert Geruchssituation

Der Vertreter des Geruchssachverständigenbüros erläuterte die Zwischenergebnisse nach der Hälfte der bis Jahresende 104 vorgesehenen Geruchsmessungen in Alt-Marl und Frentrop. Dabei ermittelten die Geruchsgutachter deutliche Geruchsbelästigungen durch SARIA bei Anwohnern im Außenbereich, wodurch die Grenzwerte erheblich überschritten werden.

Der Leiter der Kreis-Immissionsschutzbehörde konnte sich der Forderung nach einer sofortigen Konsequenz aus den Zwischenergebnissen nicht anschließen. Die Anwohnerinitiative berichtete, dass sich manche Anwohner wie Versuchskaninchen fühlen, auf deren Rücken der Kreis und SARIA die Minderung der Geruchsbelästigungen in experimenteller Form von „Versuch und Irrtum“ durchführen lässt.

Genehmigte Filter funktionieren nicht

Ausführlich wurde der Einsatz des Aktivkohlefilters als Sofortmaßnahme gegen die nachhaltigen Geruchsbelästigungen erörtert. Diese Maßnahme wurde ergriffen, weil sich die im Genehmigungsbescheid vorgeschriebenen und von SARIA eingesetzten Filtersysteme als ungeeignet erwiesen haben. Der Kreis Recklinghausen wich zunächst mehrfach der Frage von MHNV aus, ob dadurch der Betrieb überhaupt noch genehmigungskonform sei, da der Aktivkohlefilter nicht im Genehmigungsbescheid enthalten ist. Letztendlich räumte der Kreisvertreter ein, dass im Hinblick auf den Filter die Anlage nicht mehr dem seinerseits erteilten Genehmigungsbescheid entspricht.

Weitere Themen der Bürger waren die mehrfachen technischen Störungen sowie das Verlieren von Ladung und Flüssigkeiten auf Straßen. Dies verleitete den Vertreter von SARVAL, Dr. Gruber, zu einem kühnen Vergleich: Das Verlieren von Fleischabfällen sei gleichzusetzen mit der Umweltverschmutzung durch MHNV. Denn die Initiative habe in der Tat drei Luftballons an einem Straßenschild beim Aufräumen vergessen.

Anwohner, Spaziergänger und Jogger dokumentierten am Samstag, den 17. Mai 2014 Fleisch- und Knochenteile auf der Rennbachstraße

Fleisch- und Knochenteile auf der Rennbachstraße

Luftballons an der Rennbachstraße

Luftballons an der Rennbachstraße

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