Pressemitteilung der Stadt Marl

Rat legt Betriebserweiterung von Saria zu den Akten

20.November 2015

Die Erweiterung von Sarval / Saria ist endgültig vom Tisch. Der Rat hat beschlossen, dass die Pläne des Unternehmens nicht weiterverflgt werden.

Die von der Firma Sarval / Saria beabsichtigte Betriebserweiterung ist vom Tisch. Der Rat hat gestern einstimmig beschlossen, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen und die Pläne abzulehnen.

Der Regionalverband Ruhr (RVR) war auf der Grundlage einer Voranfrage, die ein Planungsbüro im Auftrag der  Firma Sarval / Saria erstellt hatte, zu dem Ergebnis gelangt, dass die angestrebte gewerbliche Nutzung im Landschaftsgebiet an der Rennbachstraße den Zielen der regionalplanerischen Entwicklung widerstrebt. Die Erweiterung decke sich auch nicht mit den Zielvorgaben des Grünordnungsplanes der Stadt Marl, der in diesem Bereich „einen durchgängigen Freiraumkorridor“ vorsieht.

Aufgrund der Entscheidung des RVR hatte die Stadtverwaltung die erforderliche Änderung der Regional- und Landesplanung zugunsten des beabsichtigten Erweiterungsvorhabens für „aussichtslos“ erklärt.

Die Firma Sarval / Saria produziert in Marl aus Schlachtnebenabfällen Knochenmehle und Fette, die als Dünger in der Landwirtschaft, als Vorprodukte für Tiernahrung und als Industriefette Verwendung finden. Außerdem verarbeitet die Tochter ReFood GmbH am Standort an der Rennbachstraße Lebensmittelreste sowie Altspeise- und Frittierfette. Im Rahmen der Betriebserweiterung wollte Sarval / Saria über 90 Mio. Euro in neue Produktionsbereiche für Pharmaprodukte, Geflügelfleisch, Lebensmittel sowie Tier- und Futtermittel investieren und hatte dafür die Schaffung von ca. 270 zusätzlichen Arbeitsplätzen in Aussicht gestellt. Die beabsichtigte Betriebserweiterung hatte erhebliche Proteste bei den Anliegern hervorgerufen, die sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben.

Berichtsvorlage SARIA

Beschlussvorlage

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