Kreis Recklinghausen: „Es ist unstrittig, dass die Gerüche von SARIA kommen.“

Der Ausschuss für Landschaftsplanung, Umweltfragen und Bauangelegenheiten des Kreises Reckliinghausen hat sich heute Nachmittag (Mittwoch, 4.02.2015) mit dem SARIA-Gestank befasst. Auf Anfrage der Kreisfraktion von Bündnis90/Grüne sagte der Leiter des Vestischen Umweltamts, Hans-Jürgen Görß,  dass die Zahl der Geruchsbeschwerden über SARIA seit dem Sommer 2014 deutlich gestiegen seien.  Zu dem Zeitpunkt seien Erneuerungsmaßnahmen an einem Biofilter vorgenommen worden. Dass sie zu derart starken Gerüchen führen würden, habe niemand vorhersehen können.

Die Wortmeldung eines SPD-Abgeordneten, er bezweifle, dass der Gestank von SARIA ausgehe, wurde vom Kreis Recklinghausen in der Sitzung widerlegt. Der Leiter des Immissionsschutzamtes, Hans-Jürgen Görß, sagte: „Es ist unstrittig, dass die Geruchsprobleme von SARIA kommen.“
Bei wochenlangen, intensiven Untersuchungen habe man Undichtigkeiten im Luftwäscher gefunden. Diese seien inzwischen behoben. Weiterhin werde aber nach weiteren möglichen Störquellen mit Hilfe eines Gutachters gesucht. Problematisch seien möglicherweise Prozesse, in denen besonders geruchsintensive Prozesse zu schnell durch den Filter geleitet werden, weil dadurch die Filterwirkung herabgesenkt werden kann.

Die Frage der Bündnisgrünen, ob eine Gefahr für die Anwohner vom SARIA-Gestank ausgehe, hatte der Behördenleiter spontan mit Nein beantwortet. Diese Antwort konnte er aber so nicht halten. Denn DIE LINKE hatte nachgehakt, weil laut Geruchs-Immissionschutz-Richtlinie (GIRL) auch Gerüche, die Ekel bereiten können, in der Lage sein können Überkeit und Unwohlsein auszulösen. Der Kreis räumte hier ein, dass das stimme und ein entsprechendes Geruchsgutachten auch diese Fragestellung beantworten müsse.

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