Jahrelanger Verwesungsgestank: Marler Bürger stellen Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Kreisverwaltung Recklinghausen

9 Anwohner der Schlachtabfallfabrik SARIA in Alt-Marl gehen jetzt wegen des immer wiederkehrenden Verwesungsgestanks in ihrem Wohnumfeld mit einem Rechtsanwalt gegen die jahrelange Untätigkeit der Kreisverwaltung Recklinghausen als örtlich zuständiger Immissionsschutzbehörde vor.

Dabei geht es laut der Marler Bürgerinitiative MHNV (“Marler haben Nase voll”) auch um die Nichtbearbeitung vieler Anträge auf immissionsschutzrechtliches Einschreiten zahlreicher betroffener Anwohner bzw. deren nicht ernsthaft bearbeiteten Umweltbeschwerden. In den vergangenen Jahren gab es rund 1.000 Beschwerden  wegen unzumutbarer, ekelhafter  Geruchsimmissionen, welche vom Betriebsgrundstück der Firma Rethmann-Saria und seiner Schlachtabfallsparte „SARVAL“ (vormals Knochen- und Fettunion) ausgehen.

Der Betrieb verarbeitet laut Kreis Recklinghausen vor der Wohnsiedlung in Alt-Marl täglich rund 300 Tonnen geruchsintensiver Schlachtabfälle wie Fett, Knorpel, Blut, Knochen, etc. Die Immissionsschutzbehörde hat im Frühjahr nach nach verstärktem öffentlichen Druck technische Mängel bei der Firma festgestellt und öffentlich in der Presse mitgeteilt, dass das Unternehmen mit der vorhandenen Ablufttechnik die Gerüche nicht wie im Genehmigungsbescheid vorgeschrieben einhalten kann. Die Anwohnerinitaitve kritisiert, dass die Anwohner sich seit drei Jahren beschweren, sich aber nichts getan hat.

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