Große Freude über neue Landschaftsschutz-Schilder

Landschaftsschutzschild Landschaftsschutzschild an der Rennbachstraße in Marl

Foto: Informierten sich über die neuen Landschaftsschutzschilder: Anwohner und die Vertreter der CDU-Alt-Marl Peter Gesser (4.v.r.) und Marvin Watermann (3.v.l.).

Die Teilnehmer des traditionellen Info-Spaziergangs der Anwohnerinitiative MHNV („Marler haben Nase voll“) haben am Sonntag einige der zwölf neuen Landschaftsschutzschilder besichtigt, die vom Zentralen Betriebshof aufgestellt wurden. Die Freunde über die neuen Schilder war groß, weil  die alten Schilder auf mysteriöse Weise verschwunden waren.

Die Marler CDU hatte die Anregung der Bürger aufgegriffen und der Rat im Frühjahr das Aufstellen neuer Schilder einstimmig beschlossen. Dabei waren der Stadt Marl keine Kosten entstanden. Die Bürger hatten im Vorfeld angeboten eventuelle Kosten zu übernehmen.

Dietmar Müller-Bonner von MHNV: „Wir hoffen, dass die Schilder in Polsum, Frentrop und Alt-Marl die Menschen jetzt mehr sensibilisieren, was für ein tolles Naherholungsgebiet wir vor der Haustür haben.“ Die Anwohnerinitiative kündigte an, dass sie sich auch in 2015  wieder am Marler Besentag beteiligen will, bei dem MHNV  seit Jahren auch wilden Müllkippen zu Leibe rückt.

Herbstbeeren Landschaftsschutzgebiet Rennbach MHNV Herbstimpressionen im Landschaftsschutzgebiet Rennbach in Marl MHNV

Wermutstropfen:
Stadt Marl fürchtet, dass Landschaftsschutzschilder von „SARIA“-LKW umgefahren werden könnten

 „Amüsant!“ fanden die Teilnehmer des MHNV-Spaziergangs am Sonntag den Umgang der Stadt Marl mit dem neuen Landschaftsschutzschild an der Rennbachstraße. Dort hatte der Zentrale Betriebshof eines der zwölf Schilder aufgestellt (siehe Foto unten!),  womit es nach seinem ungeklärten  Verschwinden an seinen früheren Standort zurück kehrte. Neben der SARIA-Werbesäule stand es aber nur 14 Tage. Dann grub der ZBH es wieder aus und setzte es rund 20 Meter weiter in die Straße, wo es ungünstig zwischen Bäumen steht, die es im Frühjahr verdecken werden.

Auf die Fragen der Bürgerinitiative nach dem Grund für das Umsetzen,  antwortete der ZBH: Am ersten Standort ragte das Schild in das Lichtraumprofil. Besonders im Einmündungsbereich hätte dies in kurzer Zeit zu Beschädigungen durch LKW`s geführt.“

Die städtische Begründung sorgte bei den Spaziergängern bei der Ortsbesichtigung für große Erheiterung: Denn das noch vorhandene erste Erdloch legt die Vermutung nahe, dass das Schild nur hätte beschädigt werden können, wenn ein LKW vorher das Straßenschild, die Begrenzungspfähle und die SARIA-Werbesäule umgefahren hätte.

Landschaftsschutzschild neben SARIA-Werbesäule

Handyfoto am Abend der „ersten Aufstellung“ des Landschaftsschutzschildes

 

„Idealerweise hätte man auch die Schrauben auf der Rückseite lösen und das Schild ein wenig drehen können, wie man es bei anderen Schildern ja auch macht“, brachte es ein Nachbar schmunzelnd auf den Punkt. „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!“

 

 

 

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